Gesundheitspolitik oder Krankheitsverwertungs-Wirtschaft?

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Der Kooperationsverbund „Hochschulen für Gesundheit” orientiert sich an Leitvorstellungen der Weltgesundheitsorganisation, die sich bereits vor 40 Jahren für die Bildung von regionalen „Hochschulen für Gesundheit” ausgesprochen hat, um die gesundheitswissenschaftliche Forschung und Entwicklung sowie die hcohschulische Aus- , Fort- und Weiterbildung auf die Verbesserung der regionalen Gesundheitsversorgung auszurichten. Damit ist eine Transformation des Gesundheitswesens in öffentlicher Verantwortung und eine Alternative zu einer kommerzialisierten Krankheitswirtschaft verbunden.

Im Mittelpunkt einer Gesundheitspolitik mit und für die BürgerInnen steht eine wirkungsvolle Gesundheitsförderung, wie sie in der Ottawa-Charta der WHO (PDF, 81 KB) beschrieben wurde. Eine aktuelle gesundheitspolitische Fortschreibung für Europa findet sich in dem Programm „Gesundheit 2020“ der WHO, dessen zentrale Leitvorstellungen hier (PDF, 29 KB) zusammengefasst sind.

Das Spannungsverhältnis zur gegenwärtigen „Gesundheitspolitik” in Deutschland ist erheblich und die Kritik an der gegenwärtigen Krankheitsverwertungs-Wirtschaft in Deutschland nimmt zu.

Beispielhaft ist hierfür ein aktueller Vortrag von Prof. Friedhelm Hengsbach zum Thema „Gesundheitsökonomie – unter Ausschaltung der Menschen”.

Sehr anschaulich werden die Auswirkungen dieser einseitigen Politik in den beiden folgenden Video’s beschrieben:

Versklavung durch Krankheit (Dr.Schnitzer)

Pharmaindustrie macht aus gesunden Menschen lukrative Patienten (Report München)

Der Kooperationsverbund „Hochschulen für Gesundheit” wird sich dafür engagieren, dass in Deutschland über diese Fehlentwicklungen öffentlich diskutiert wird und dass sich Studierende und HochschullehrerInnen für eine „Gesundheits-Wende” einsetzen, die die Gesundheitsförderung mit und durch die BürgerInnen in den Mittelpunkt ihrer professionellen Praxis stellt.

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